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[Original] GothicParadise.de: Nightwish - Once (2004) - Reviews

Quelle: GothicParadise.de
Autor: Grit

1. Dark Chest Of Wonders
2. Wish I Had An Angel
3. Nemo
4. Planet Hell
5. Creek Mary's Blood
6. Siren
7. Dead Gardens
8. Romanticide
9. Ghost Love Score
10. Kuoolema Tekee Taiteilijan
11. Higher Than Hope

Release: 07.06.2004
Label: Nuclear Blast


Nachdem NIGHTWISH ihr letztes Album “Century Child” 2002 veröffentlichten mussten sich die Fans eine ganze Weile gedulden, ehe es endlich nun die heiß ersehnte neue Scheibe der Finnen in den Musikläden zu kaufen gibt. Mit „Wishmaster“ (2000) und „Century Child“ erspielte sich die finnische Gothic-Metalband, nach einem anfänglich eher holprigen Weg eine rage Fangemeinschaft, welche die Mischung aus Keyboardklängen, Metalparts und dem opernhaften Gesang von Tarja Turunen lieben und zu schätzen lernten.

Doch mit „Once“ schlagen NIGHTWISH nicht strikt den altgewohnten Weg ein, sondern zeigen sie sich vielseitig und kreativ mit neuen Einflüssen. „Die Gitarren klingen erdiger und spielen eine dominante Rolle, unsere Songs orientieren sich stärker an den Riffs. Auf der anderen Seite steht das mächtige Orchester, dass sich ebenfalls nicht überhören lässt.“, so Keyboarder Tuomas Holopainen zu den Veränderungen auf „Once“.
Mit rauen, impulsiven, harten Gitarrenklängen, schnelleren Basseinsätzen, begleitet von ausfüllenden, traumhaft schönen Orchestermelodien, zu denen Tarja Turunen’s klare, helle Stimme durch den Chorus des seit der „Herr der Ringe“- Trilogie berühmt gewordenen „London Session Orchestra“ unterstützt wird, leitet der Opener „Dark Chest Of Wonders“ pompös das neue NIGHTWISH Album „Once“ ein.
Neben dem im Grundkonzept erkennbaren typischen NIGHTWISH Stil, wie in dem Song „Planet Hell“, bei dem durch das Einsetzen der langsam schneller werdenden Drums, die einsetzenden Gitarren und den Bass das typische Gothic- Metal Klangspiel eingeleitet wird erinnert der Titel durch den pompösen Chorgesang zu kraftvoll eingesetzten Streichern anfänglich an ein klassisches Opernstück. Diese wird von dem tiefen, rauen Gesang von Sänger und Bassist Marco Hietala zusammen im gesanglichen Wechselspiel mit der hellen, ausdrucksstarken Stimme von Sängerin Tarja begleitet. Dies ist nicht die einzige Überraschung der experimentierfreudigen Finnen, was sich zum Beispiel auch bei „Siren“ zeigt, der seinem Titel zu schnellen, tiefen Streicherparts zusammen mit dunklen Gitarrenklängen, schnellen Schlagzeugrhythmen, einigen kurzen Metalpassagen durch sirenenhafte Vocale gesanglich alle Ehre macht. Zu dem dadurch leicht mediterranen Touch kommt vor allem die kräftige, eindrucksvolle Stimme von Marco Hietala zum Vorschein.

Aber auch der mit Pauken- und Trommelschlägen begleitete mystische Indianergesang in Kombination mit dezenten und gleichzeitig glamourös wirkendenden Streichern und Flötenklängen unterstützt mit einer Mischung aus abwechselnden hellen, verspielten Gitarrentönen und schnellen, energiegeladenen, tieferen Riffs sorgen für erfrischenden, neuen Wind auf „Once“ und somit für ein spannendes Hörerlebnis.
Das NIGHTWISH nicht nur härter geworden sind, wie bei „Wish I Had An Angel" bei dem sich die beiden Liedstimmen von NIGHTWISH abwechselnd und gemeinsam sehr powervoll und rau zu passenden dunklen rhythmisch einfach gehaltenen Gitarrenmelodien darbieten, sondern auch kommerziellere Songs geschrieben und kombiniert haben zeigt vor allem die Singleauskopplung „Nemo", welcher als Titelmusik der Serie „Charmed" auf Pro7 dient. Er wird durch sanfte Klaviertöne zu mystischen, verzerrten im Hintergrund wirkenden Keyboardelementen eingeleitet. Nach dem Einsetzen der rockigen, rauen Gitarren und dem traumhaft klaren Gesang entführen NIGHTWISH ihre Zuhörer gekonnt in ein verträumtes und aus raffinierten Klavierarrangements, wiedererkennbaren Gitarrenriffs, unterstützenden Schlagzeugrhythmen gepaart mit klassischem Operngesang bestehendes Hörerlebnis. Der im guten Mid-Tempo gehaltene Gothic-Metalsong, wird stimmlich durch einen hellen Vokalchorus unterstützt, der somit das eindrucksvolle Gesamtbild abrundet.

Bei „Dead Gardens“ und „Romanticide“ werden sich vor allem Gitarrenliebhaber erfreuen, da diese Titel mit knalligen Gitarrenriffs von Emppu Vuorinen, tiefen Bassklängen von Marco Hietala, powervollen Drums von Jukka Nevalainen vollgepackt sind, zu denen vereinzelte helle, verträumte Keyboardklänge von Tuomas Holopainen zum Vorschein kommen.
Als Überraschung steuern NIGHTWISH mit einer zum ersten Mal in ihrer Heimatsprache gesungenen, ruhigen Ballade „Kuolema Tekee Taiteilijan“ für ihre Zuhörer bei. Zum Ausklang von „Once“ wird das ruhigere, balladenhafte „Higher Than Hope“, in dem neben den gewohnten Gitarrenparts vor allem mit dezenten Keyboardmelodien, gleich bleibenden, langsamen Schlagzeugrhythmen und orchestralen Elementen gearbeitet wurde, genutzt.

Fazit: NIGHTWISH liefern ein vielseitiges, experimentierfreudiges Album in dem die ursprünglichen musikalischen Wurzeln des Quintetts trotz der Veränderung mit eingebracht wurden.
Anspieltipps: „Dark Chest Of Wonders“, „Nemo“, ”Dead Gardens” und “Romanticide”

added by Lonnie on 09.05.06article also available in:  | printer friendly version

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