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[Original] GothicParadise.de: Nightwish - Wish I had an angel (2004) - Reviews

Quelle: GothicParadise.de
Autor: Kareen

1. Wish I had an angel
2. Ghost love score (Instrumental)
3. Where were you last night
4. Wish I had an angel (Demo)
5. Bildschirmschoner & Fotogalerie

Release: 27.09.2004
Label: Nuclear Blast


Geben wir es doch alle mal zu, langsam wurde es Zeit für eine neue Single von NIGHTWISH. Seit sie mit „Once“ alles getoppt haben, räumen sie Edelmetall um Edelmetall ab und das ist erst der Anfang, denn noch ist „Once“ nicht in den Staaten veröffentlicht. Da bisher einzige Single, läuft „Nemo“, weniger Fisch, aber dafür um so mehr Ohrwurm, in sämtlichen Düsterclubs rauf und runter und treibt einen schon zu einer Textsicherheit, die die von Tarja bei weitem übertreffen könnte. Doch nach 5 Monaten „Nemo“ ist es definitiv an der Zeit für einen würdigen Nachfolger. Die Komplexität und Länge der meisten Stücke von „Once“ ließen jedoch prinzipiell nur noch den für meine Begriffe härtesten Song des Albums „Wish I had an angel“ übrig, um in Form einer Maxi das Licht der Plattenläden zu erblicken. Natürlich wäre eine One-Track-Maxi ziemlich ärmlich und so vervollständigen eine Instrumentalversion von „Ghost love score“, ein Cover des 80er Jahre-Hits „Where were you last night“ und die Demoversion des Titelstücks das Kleinod.

Was werden sich da nicht zahlreiche metallische DJ-Herzen freuen und einen großen Hüpfer machen, dass es nun endlich richtig zur Sache gehen kann auf den Floors im Lande. Aber so überraschend ist das Duett von Tarja und Marco ja nicht, da die Version von „Wish I had an angel“ mit der Albumversion übereinstimmt. Warum sollte man auch etwas derart Fantastisches noch verschlimmbessern? Die Demovariante zeigt sich im Detail natürlich wesentlich rauer, muss sich aber trotzdem nicht vor der Albumversion verstecken. Von den Socken gehauen hat mich persönlich die Instrumentalversion von „Ghost love score“. Hatte die Albumfassung schon Gänsehautgarantie, so verursacht die instrumentale Variante, obwohl nur auf das Orchester und wenige Chorpassagen reduziert, besonders angesichts der finnischen Landschaft ein wahrhaft bombastisches Gefühlsgewitter. Leider wird die Metallerfraktion jedoch diese Meinung nicht unbedingt teilen können, da „Ghost love score“ jeglichen Gitarrenriffs und Basslines beraubt wurde und schlicht und einfach klassischer Natur ist. Für einen gelungenen Überaschungseffekt wird auch die poplastige Nummer „Where were you last night“ sorgen, denn dieser Song zeigt wieder einmal mehr, dass NIGHTWISH trotz ihrem unverkennbaren Stil sehr vielseitig sein können und nicht immer nur ihrem eigenen Klischee hinterher rennen müssen. Trotzdem geht es jedoch nicht ohne schicke Gitarrenriffs und ausführliche Keyboardpassagen, die dem Titel zu dem typischen NIGHTWISH-Sound verhelfen.

Summa summarum weicht die „Wish I had an angel“-Single vom üblichen Schema einer Maxi ab, da sie dank Demoversion auch einmal einen kleinen Blick hinter die Kulissen von NIGHTWISH zulässt. Auβerdem hat die Band eine solch groβe Vielschichtigkeit in diese Single gepackt, wie nur irgend möglich ist, denn „Ghost love score“ im klassischen Gewand und die poppige Nummer „Where were you last night“ sorgen für einen harmonischen Ausgleich zum Titelkracher „Wish I had an angel“. Die kleinen Multimediazugaben runden das Schätzchen zusätzlich visuell ab. Und jetzt lasst uns die Engelsflügel entzünden und die Tanzflächen rocken.

Anspieltipps: Wish I had an angel, Ghost love score (Instrumental)

added by Lonnie on 09.05.06article also available in:  | printer friendly version

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