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[Original] GothicParadise.de: Nightwish - Tales from the Elvenpath (2004) - Reviews

Quelle: GothicParadise.de
Autor: Kareen

1. Wishmaster
2. Sacrament Of Wilderness
3. End Of All Hope
4. Bless The Child
5. Sleeping Sun
6. She Is My Sin
7. Walking In The Air
8. Stargazers
9. Over The Hills And Far Away
10. The Kinslayer
11. Dead Boy's Poem
12. Rare Track: Sleepwalker
13. Rare Track: Nightquest
14. Rare Track: Lagoon
15. Rare Track: Wayfarer

Release: 18.10.2004
Label: Drakkar


Zwei Gründe gibt es mindestens, um eine Best-Of zu veröffentlichen. Entweder hat eine Band schon genügend Longplayer veröffentlicht, dass es an der Zeit für eine Zwischenbilanz ist oder eine Band wechselt das Plattenlabel. Variante Nummer zwei ist leider schnöde Labelpolitik, um trotz des Wechsels noch einmal Kohle aus der Zusammenarbeit zu scheffeln. Ich finde es nur schade, wenn aus geschäftlichen Gründen die Entscheidung für eine solche Platte fällt, denn die Liste der Bands, die nach drei, vier Alben schon ein Best Of zu ihrer Diskografie zählen können, ist mittlerweile schier endlos. Seit dem 18.10.2004 können sich nun auch Nightwish als stolze Besitzer eine derartigen Zusammenstellung schätzen.

Von Beginn an ihren eigenen Stil verfolgend und stets ihre Ansprüche erweiternd, haben sich Nightwish in den vergangenen 7 Jahren kontinuierlich nach oben gearbeitet und sind nun mit „Once“ an ihrem vorläufigen Zenit angekommen. Also ist es nur selbstverständlich, dass ausschließlich starke Songs die Tracklist bestimmen. Schon der Opener „Wishmaster“ ist der ultimative Nightwish-Kracher, der deshalb noch nie auf einem Konzert seit 2000 ausgelassen wurde. Weitere Schätze wie die Schmachtballade „Sleeping Sun“, „Bless The Child“ und das Gary-Moor-Cover „Over The Hills And Far Away“ sind außerdem unverzichtbar, denn ohne diese Titel hätte die Scheibe nicht die Bezeichnung „Best Of“ verdient. Dagegen sind die sogenannten Rare Tracks nicht wirklich so selten, wie man vermuten sollte: „Sleepwalker“, „Nightquest“, „Lagoon“ und „Wayfarer“ sind allesamt auf den B-Sides diverser Singelauskopplungen bereits in den letzten fünf Jahren veröffentlicht worden und somit dem fleißigen Sammler längst ein Begriff. Ein Titel vom Demo-Release „Angels Fall First“ dagegen wäre eine wirkliche Bereicherung gewesen, da diese Platte schon lang vergriffen ist und nur noch zu horrenden Preisen zu ersteigern ist.

Die Bookletgestaltung macht die Halbherzigkeit offensichtlich, mit der die Platte gestaltet worden ist. Lediglich eine lieblose Sammlung von alten Bandfotos, die grafisch noch nicht einmal innovativ umgesetzt wurde. Das einzige ansprechende Foto in der Mitte des Booklets zeigt den Geburtsort von Nightwish: Tuomas‘ Insel. Das Cover, diesmal von Andreas Marshall gestaltet, passt zwar zu den vorherigen Covern früherer Veröffentlichungen, ist aber qualitativ nicht überzeugend realisiert. Nur das Jewelcase der limitierten ersten Auflage ist durch die Goldprägung und entsprechende Druckqualität etwas besser und entschädigt ansatzweise für das ärmliche Booklet.

Alles in allem wird klar, dass Nightwish seit „Once“ einen riesigen Schritt nach vorn gemacht haben und „Tales From The Elvenpath“ in der Umsetzung dem neuen Anspruch nicht einmal annähernd gerecht werden kann. Trotzdem bietet dieses Album eine günstige Möglichkeit, die früheren Veröffentlichungen von Nightwish komprimiert auf einer CD kennen zu lernen, für all jene, denen Nightwish noch vor einem halben Jahr nichts sagte.

Anspieltipps: Bless The Child, She Is My Sin, Sleepwalker

added by Lonnie on 09.05.06article also available in:  | printer friendly version

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