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[Original] Metalfactory.ch: CD Review Once (2004-06) - Reviews

Quelle: Metalfactory.ch
Autor: D.J.Roxx

Das Warten hat ein Ende. Oh ja, die neue Nightwish ist da, und wir alle sind gespannt, was uns die Stars aus Finnland bieten. Mit der Single "Nemo" konnte man einen Vorgeschmack auf das bevorstehende Werk bekommen. Für das neue Album wurden Nightwish von demjenigen Londoner Symphonie-Orchester unterstützt, welches schon für "Herr der Ringe - Teil 3" zum Zug kam. Daher ist es nicht verwunderlich, dass "Once" sehr bombastisch ausgefallen ist. Die Instrumente des Orchesters harmonieren vorzüglich mit dem powervollen Metal von Nightwish. Gleich der Opener "Dark chest of wonders" lässt spüren, dass man seiner Linie treu geblieben ist. Die Gitarren rocken hart und das Orchester haut noch zusätzlich in die Fresse. Beim im Midtempo angesiedelten "I wish I had an angel" erfreut man sich an Rammstein-ähnlichem Riffing und der Abwechslung beim Gesang zwischen Tarja und Marco Hietala (b). Der als Single-Auskoppelung erhältliche Song "Nemo" ist DER Ohrwurm schlechthin. Total bombastisch wird man vom CD-Player zu "Planet hell" geleitet. Spätestens hier merkt man, dass die Songs nicht nur für den Gesang von Tarja geschrieben wurden. Sie ist "nur" ein Teil vom Gesamtbild. Auch der opernhafte Ausdruck fällt weniger ins Gewicht. Statt dessen wird uns Tarja's Stimme mehr im cleanen Bereich präsentiert. Nur zwischendurch bringt sie ihre klassischen Wurzeln zur Geltung. Mit mystischen Tönen, welche an die Ureinwohner von Amerika erinnern, beginnt "Creek Mary's blood" und ist im Allgemeinen eher etwas andächtig gehalten. Das über zehn Minuten dauernde "Ghost love score" ist sozusagen ein Querschnitt durch sämtliche Werke von Nightwish. Zusätzlich durch das Orchester untermalt, könnte es schon fast ein Soundtrack sein. Als Rausschmeisser ("Higher than hope") gibt es noch die einzige Ballade, welche sich aber auf jeden Fall hören lassen kann. Mit "Once" haben Nightwish mit Sicherheit ihr bisher bestes und abwechslungsreichstes Album ihrer Bandgeschichte abgeliefert. Ein Kunstwerk, welches es sich von Anfang an bis zum Ende anzuhören lohnt, da keine nennenswerten Durchhänger zu finden sind.
D.J.Roxx
Punkte: 10 von 10

added by Lonnie on 09.05.06article also available in:  | printer friendly version

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