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[Original] wallsoffire.de: Interview mit Tuomas Holopainen (2006-04-28) - Interviews

Quelle: wallsoffire.de
Autor: deadnextdoor


Wenn eine Band so sehr im Rampenlicht steht, wie die finnischen Superstars von Nightwish, zieht dies unwiderruflich mit sich, dass die Bedingungen für die Musiker recht extrem sind. Ein falsches Statement wird sofort überbewertet, Unstimmigkeiten an die große Glocke gehängt und Probleme werden öffentlich diskutiert. Und dennoch blieben die vielen Schwierigkeiten, die sich in den letzten beiden Jahren im Lager der Finnen herausbildeten, für Fans und Presse verdeckt, denn nach außen hin kehrten die Finnen immer die pure Harmonie heraus. Wie sehr es indes innerhalb der Band brodelte, wurde erst dann publik, als es eigentlich schon zu spät war. Aushängeschild und Liebling der Massen Tarja musste gehen, weil ihr Einsatz zu wünschen übrig ließ. Und nun, ganz plötzlich, wollen alle gewusst haben, dass bei den zuletzt arg routiniert agierenden Musikern schon lange einiges im Argen war. Tuomas Holopainen, seines Zeichens Bandleader und alleiniger Ideengeber bei Nightwish, lässt so was mittlerweile kalt. Er schaut voraus, denn nach dem unglücklichen Ende einer geschichtsträchtigen Ära beginnt nun ein neuer Abschnitt, dem der Keyboarder voller Optimismus entgegensieht:


Ich hätte niemals gedacht, nach all dem Trubel der letzten Monate so schnell wieder die Gelegenheit zu bekommen, ein Interview mit Nightwish machen zu dürfen. Fühlt es sich für dich denn wieder einigermaßen natürlich an, über einen neuen Release deiner Band zu reden?
Natürlich bin ich sehr froh, über die Zukunft dieser Band reden zu dürfen (lacht), und auch über neue Veröffentlichungen. Ich möchte nicht mehr in die Vergangenheit zurückschauen, denn für mich ist dieses Kapitel mittlerweile abgeschlossen.

Ist es denn so, als würdest du einfach nur deinen Job erledigen, oder spielen insgeheim schon noch einige tiefgründige Emotionen mit?
Nun, es sind nun sechs Monate seit dem großen Konflikt vergangen, und ich denke, dass heute schon jeder sehr viel besser mit der Situation umgehen kann. Mit etwas Abstand ist es auch leichter, auf die Ereignisse zurückzublicken, wobei ich allerdings sagen muss, dass ich diesen Schritt auf keinen Fall bereue. Wir sind momentan recht glücklich mit unserer Situation und warten nun ab, was die Zukunft für Nightwish bringen wird. Es mag klingen wie ein Klischee, doch genau so müssen wir im Moment auch denken.

Nachdem Tarja gebeten wurde, die Band zu verlassen, habt ihr von eurer Seite ein offizielles Statement herausgebracht, euch aber anschließend nicht mehr zum Split geäußert. Tarja und ihr Mann hingegen haben hingegen eure Entscheidung mehrfach öffentlich kritisiert und euch mit einigen Anschuldigungen konfrontiert. Wie bist du persönlich damit umgegangen?
Ich hatte eigentlich mit diesen heftigen Reaktionen gerechnet, denn schließlich waren sie in einer Situation, in der sie wohl dazu gezwungen waren, die Gründe für den Rauswurf zu widerlegen bzw. sich und ihr Verhalten zu verteidigen. Und dennoch finde ich, dass die Sache im jetzigen Rahmen noch recht glimpflich abgelaufen ist. Sicher, es hat einige Hass-Mails und –Briefe gegeben, und man ist mitunter auch nicht freundlich umgegangen, aber die Situation hätte auch noch viel schlimmer ausarten können. Aber sowohl ich, als auch die übrigen Bandmitglieder haben ein reines Gewissen, und dies ist im Endeffekt das einzige, was zählt.

Ich kann mir vorstellen, dass du diese Entscheidung lange Zeit vor dir her geschoben hast. Wie lange hattest du den Gedanken, die Sache vorläufig so zu beenden, bereits im Hinterkopf?
Ich spielte viele Monate mit diesem Gedanken. Ich glaube zum ersten Mal dachte ich im Februar 2005 über eine Trennung nach. Doch ich wollte erst einmal sehen, wie sich die Sache entwickelt. Aber je mehr Zeit verging, desto offensichtlicher wurde es, dass dies die einzig richtige Lösung sein würde. Natürlich macht mich dies auch irgendwie betroffen, nicht zuletzt weil ich als einziger wegen dieser Geschichte in der Presse war. Was aber für alle wichtig zu wissen ist: diese Entscheidung wurde von der ganzen Band getroffen, es war also kein Problem zwischen mir und ihr. Wir haben zu viert beschlossen, dass wir einen anderen Weg suchen müssen, und rückblickend kann ich schon gar nicht mehr sagen, wer von uns als erstes laut darüber nachdachte, ohne sie weiterzumachen.

War der endgültige Schritt für dich denn letztendlich eine Entlastung?
Dieses Gefühl stieg nicht sofort in mir auf, doch nach einer Weile merkte ich schon, wie mir eine Last von den Schultern genommen wurde. Die übrigen Leute in der Band sagten mir, es sei als würde man eine Schlinge vom Herzen entfernen. Das letzte Jahr war jedoch auch ein sehr schwieriges Jahr für die gesamte Band, obwohl wir nach wie vor sehr viel erreicht haben. Doch jetzt, wo wir uns ein ganzes Stück erleichtert fühlen, können wir auch optimistisch nach vorne schauen und eine gänzlich neue Ära beginnen.

Als ich vor einigen Monaten diese unglaubliche News las, konnte ich erst kaum fassen, dass diese Band aus heiterem Himmel auseinander zu brechen drohte. Es war einfach unmöglich, sich vorzustellen, dass eine andere Sängerin eines Tages eure Songs singen wird. Andererseits erinnerte ich mich dann an die letzten Nightwish-Konzerte, denen ich beiwohnte. Bereits hier wirkte die Show und die Performance sehr routiniert und abgeklärt; die Energie war nicht mehr vergleichbar mit früher, und man merkte der Band an, dass sie kreativ ausgelaugt war. Mit diesem Hintergedanken rückte auch die Vorstellung einer neuen Nightwish-Ära näher, obwohl ich mir noch nichts Konkretes ausmalen konnte. Hattest du denn damals schon eine Idee, wie Nightwish sich in Zukunft präsentieren würden?
Ich wusste auf jeden Fall, dass die Band eine Zukunft haben muss. Nightwish sind mein Lebenswerk und in den letzten zehn Jahren die Liebe meines Lebens gewesen. Ich sah keinen Anlass dafür, diese Band aufzugeben, weil sich die Voraussetzungen derart veränderten, denn rational gesehen hat nur eine Person die Band verlassen. Ich hatte eine Art positiven Stolz, mithilfe dessen ich mich selber für einen weiteren Versuch stark machen konnte. Allerdings hatte ich auch noch keine konkrete Vorstellung von der zukünftigen Edition dieser Band. Und auch heute weiß ich kaum, wie wir uns präsentieren werden, denn wir haben uns noch immer für keine Sängerin entschieden und sind immer noch auf der Suche nach dem letzten fehlenden Element unserer neuen Identität.

Dies wird vor allem die ganzen Spekulanten überraschen, die von Anfang an schnellstmöglich Resultate, sprich eine neue Sängerin vorgestellt bekommen wollten. Ihr habt ihnen diesen Gefallen natürlich nicht getan. Ist dies denn jetzt kein enormer Druck, dem ihr in dieser Beziehung ausgesetzt sein?
Nein, ich bin eigentlich sehr zufrieden mit der Situation. Aber es scheint so, als hätten die Fans und die Medien eine Menge Spaß dabei, über unsere neue Sängerin zu spekulieren. Anscheinend lastet auf allen möglichen Leuten ein viel größerer Druck als auf den Musikern von Nightwish. Wir haben uns indes vorgenommen, die ersten Monate erst einmal abzuschalten und den Schmutz verwehen zu lassen, so dass wir uns ab März dieses Jahres intensiver um eine neue Sängerin kümmern können. Nachdem wir diese Pressemitteilung herausgaben, habe ich mir mehr als 450 Demos angehört, und nach wie vor erreichen mich täglich circa 20 Stück. Wir werden sehen, was passiert, aber es besteht von unserer Seite kein Grund zur Eile, was das betrifft. Wir würden uns schon sehr glücklich schätzen, wenn wir die richtige Person bis Ende des Jahres gefunden haben.

Habt ihr denn schon mögliche Nachfolger getestet?
Wir haben uns noch mit niemandem getroffen, aber es waren schon einige sehr viel versprechende Sängerinnen dabei. Doch wir haben das Ganze jetzt noch keinen Schritt weiter geführt. Dazu möchte ich sagen, dass die Leute bitte nichts glauben soll, was die Klatschpresse schreibt. Die einzige vertrauliche Quelle ist und bleibt unsere Homepage www.nightwish.com. Die Magazine melden fortlaufend denselben Mist und haben auch schon zehn verschiedene Sängerinnen in unsere Band hineingeschrieben, wobei es sich hierbei weitestgehend um die finnische Presse hält.

Nach welchen Kriterien richtet ihr euch bei der Wahl einer neuen Sängerin?
Ein sehr wichtiger unkt ist natürlich ihre Stimme. Sie muss eine sehr variable Stimme haben, um sowohl unser altes, als auch unser neues Material singen zu können. Doch diese Stimme sollte auch etwas Persönliches haben, eine eigene Identität und Charakteristika, die nur auf sie zutreffen. Doch noch viel wichtiger ist ihr Charakter. Wir müssen sowohl persönlich als auch musikalisch auf derselben Wellenlänge liegen, gleichzeitig aber auch die gleichen Ziele verfolgen, ohne dass sich dafür einer von uns verstellen muss. Und als letztes benötigt sie ein gewisses Charisma, denn die Stiefel, die Tarja ihr hinterlassen hat, sind riesengroß, und um in ihre Fußstapfen zu treten, braucht sie neben einem ausgeprägten Selbstbewusstsein vor allem Charisma. Ich kann mir nämlich sehr gut vorstellen, dass sie ab dem Zeitpunkt, an dem wir mit ihr in die Öffentlichkeit gehen, durch die Hölle gehen wird. Die Medien und vor allem die Die-Hard-Tarja-Fans werden es ihr unheimlich schwer machen, und daher muss sie eine sehr starke Persönlichkeit sein.

Das heißt, ihr seid euch definitiv darin einig, eine weibliche Person in die Band zu holen? Das schien nämlich anfangs noch unklar…
Ja, das steht zu einhundert Prozent fest!

Ich erinnere mich sehr gut an diese History-DVD, die ihr vor zwei oder drei Jahren auf den Markt gebracht habt, und auf der du auch zum ersten Mal ausführlicher über den zwischenzeitlich geführten Gedanken, die Band aufzugeben, nachgedacht hast. Nun wo sich die Situation entscheidend verändert hat, gab es da auch öfters mal Gedanken über ein mögliches Ende?
Nein, ganz im Gegenteil! Ich erlebte meine persönliche Krise zum Ende des Jahres 2001. Doch damals war ich in erster Linie nur müde vom Touren und hatte zudem einige private Probleme, die sich vordergründig auf gescheiterte Beziehungen zu Frauen bezogen. Doch dies dauerte nur zwei Wochen an; danach war ich genauso motiviert wie immer. Aber wir hätten diese aktuelle Entscheidung sicherlich nicht getroffen, wenn wir keine längerfristigen Pläne mit der Band gehabt hätten. Je mehr Zeit verstrichen ist, desto deutlicher wurde uns, dass dies die einzige Sache ist, für die es sich zu kämpfen lohnt. Für mich persönlich ist es die einzige Sache im Leben, die ich wirklich beherrsche und die ich letztendlich auch machen möchte.

Gäbe es denn für dich ein schlagkräftiges Argument, um von einem Tag auf den nächsten dieses Lebenswerk aufzugeben?
Sobald wir die Kreativität einbüßen, würde ich über das Ende nachdenken. Es geht mir nicht um Verkaufzahlen oder solch oberflächliche Sachen. Ich bin glücklich, wenn ich mit dieser Band durch die Welt reisen und neue Menschen kennen lernen kann, das reicht mir aus heutiger Sicht völlig aus.

Nun haben wir ungefähr 20 Fragen damit verbracht, die Vergangenheit von Nightwish zu analysieren, ohne dabei auf die neue DVD zu sprechen zu kommen. Und das finde ich schon ziemlich seltsam, wenn man mal bedenkt, dass Fans und Medien immer sehr aufgeregt waren, wenn es um einen neuen Nightwish-Release ging.
(lacht)
Fürchtest du denn nicht, dass sich die Leute mittlerweile mehr mit den Geschehnissen im Umfeld beschäftigen als mit dieser DVD?

Ja. Weißt du, die zwei traurigsten Nebeneffekte an dieser jüngsten Entwicklung sind, erstens, dass ich einen meiner besten und engsten Freunde verloren habe, was für mich persönlich am schlimmsten ist. Und zweitens befürchte ich, dass die Leute aufgrund der Ereignisse aus dem letzten Jahr und den Berichten in den Medien mit dem Namen Nightwish eine öffentliche Seifenoper assoziieren, statt mit uns die Menschen zu verbinden, die diesen oder jenen guten Song komponiert haben. Die Leute sollen uns wegen der Musik in Erinnerung behalten und nicht infolge der Schwierigkeiten.

Immer dann, wenn irgendwo schmutzige Wäsche gewaschen wird, zieht dies das Interesse der Leute magisch an. Und es würde mich nicht wundern, wenn Nightwish darunter auch zu leiden hätten. Was denkst du über diese sogenannten Fans, die euch nur deswegen Aufmerksamkeit schenken, weil es ein wenig chaotisch innerhalb der Band zuging?
Ja, ich denke sehr wohl, dass dies eine sehr interessante Sache ist. Es liegt wohl irgendwo in der Natur des Menschen, dass es ihn befriedigt, von anderen menschlichen Tragödien zu hören. Das ist eine Eigenart der Natur, an der man nichts ändern kann.

Wäre es nicht mal interessant, über dieses Thema einen Song zu schreiben?
Ich bin mir eigentlich sicher, dass sich ein Großteil der Emotionen, die wir im vergangenen Jahr durchlebten, auf dem nächsten Album widerspiegeln wird. Doch das ist auch nur natürlich, denn ich habe vom ersten Tag an mein persönliches Tagebuch in der Musik von Nightwish verankert.

Kommen wir noch einmal auf diese spezielle DVD zu sprechen. Sie ist das letzte Dokument eurer Zusammenarbeit mit Tarja, denn der enthaltene Gig ist das Finale der letzten Tour. Vier von den fünf Leuten in Nightwish wussten bereits im Voraus, was nach dem Konzert passieren würde. Ist dieser widrige Umstand auch in gewisser Weise in der Atmosphäre der Show spürbar?
Nun, dieser Umstand wird in der zugehörigen Dokumentation namens „Day Before Tomorrow“ wesentlich besser reflektiert. Dieser Bericht begleitet die Band in den letzten zwei Wochen vor diesem Konzert, und man kann schon sehr deutlich spüren, welche Spannungen innerhalb der Band vorherrschen. Während des Konzerts hingegen denke ich nicht, dass die Stimmung nach außen tritt. Kurz vor der Show machte ich mir meine Gedanken über das, was später geschehen würde, und auch als ich die Bühne wieder verließ, beschäftigte mich dies, doch während der zwei Stunden auf der Bühne verschwendete ich keinen Gedanken an diese Sache. Vielleicht war es das Bestreben, dennoch das beste Konzert meines Lebens zu spielen, das mich davor bewahrte, aber ich bin mir nicht wirklich sicher.

Wie habt ihr es denn generell – wohl wissend, dass der Gig aufgezeichnet wird – geschafft, trotz der am gleichen Abend bevorstehenden Ereignisse eine professionelle Show zu spielen?
Ja, das ist eine sehr gute Frage, auf die ich leider keine Antwort weiß. Es war nicht as erste Konzert, das wir unter einem besonderen Druck spielten. Wir haben im Laufe des Jahres mehrere Konzerte gegeben, bei denen sich diese negative Entwicklung bereits abzeichnete.

Glaubst du nicht, dass die Fans diese seltsame Spannung gespürt haben?
Ich weiß nicht, dafür müsstest du die Fans selber fragen (lacht).

Die DVD ist vor wenigen Tagen in einigen ausgewählten deutschen Kinos gezeigt worden. Hast du dir auch eine dieser Vorstellungen angeschaut?
Ja. Ich kann mich zwar nicht mehr genau an die Stadt erinnern, doch vor zwei Tagen war die Präsentation der DVD irgendwo in der Nähe von Donzdorf, von wo ich auch das Interview mache. Es waren ungefähr 50 Leute im Kino, und ich habe es mir auch angesehen.

Denkst du, dass es möglich ist, die Atmosphäre eines Konzerts auch im Kino adäquat wiedergeben zu können, gerade wenn es um dieses eigenartige Konzert geht?
Natürlich kann man das exakte Gefühl nicht reproduzieren, denn in der Konzerthalle hat man noch den Schweiß und den Gestank. Aber ich finde, dass die Sache sehr gut gelaufen ist. Zumindest verließ niemand vorzeitig den Saal, und eingeschlafen ist auch keiner (lacht).

Wie gefällt die eigentlich der Titel „End Of An Era“? Eine sonderlich positive Ausstrahlung hat er ja eigentlich nicht.
Die DVD hätte auch genauso gut „Beginning Of A New Era“ heißen können, und wir verbinden auch alle sehr positive Sachen damit. Unser Bassist Marco brachte den Titel irgendwann im letzten Sommer ins Gespräch.

Und was bedeutet dieser gehaltschwere Titel für dich persönlich?
Es ist das Ende der Ära einer bestimmten Band, die gerade ihre ersten zehn Jahre hinter sich gebracht hat und gleichzeitig auch der Beginn einer neuen Epoche, die hoffentlich mindestens 20 Jahre andauern wird.

Um dies zu gewährleisten, sollten natürlich irgendwann in nächster Zeit erste Ergebnisse erstellt und somit auch die Suche nach einer neuen Sängerin erfolgreich abgeschlossen werden. Gibt es bereits Ideen oder vielleicht sogar einen ungefähren Plan, was die weitere Arbeit betrifft?
Ich habe das komplette Material für das nächste Album schon geschrieben und auch schon Demos dazu aufgenommen. Insgesamt sind es 17 neue Kompositionen, die nur darauf warten, geprobt zu werden. Wir werden Ende Juni mit der kompletten Band in den Proberaum gehen, um die neuen Sachen einzustudieren und wollen am 15.September ins Studio gehen. Die Songs sind geschrieben, Chöre und Orchester schon reserviert, und wenn alles im zeitlichen Rahmen bleibt, sollte das Album im nächsten Frühling veröffentlicht werden können.

Basiert die Zukunft von Nightwish auf einer radikalen Veränderung, oder glaubst du, dass die Dinge eines Tages wieder so werden können wir seinerzeit mit Tarja?
Puh, das kann ich absolut nicht sagen. Wir müssen einfach abwarten. Was ich sehe, ist, dass die Band nach allem was passiert ist, noch enger zusammengewachsen ist. Wir haben wieder so viel Spaß wie vor nun Jahren, als wir die Band gründeten. Ich wünschte mir nur, wir hätten noch etwas von dieser frühen Unschuld.

Werden eure Fans euch folgen? Es scheint ja schon so zu sein, dass die Trennung on Tarja auch eure Anhängerschaft in zwei Gruppen gesplittet hat. Und wenn man sich in manchen Internet-Foren umschaut, haben manche von ihnen nur noch böse Worte für euch übrig.
Ich bin mir absolut sicher, dass ein großer Prozentsatz unserer alten Fans uns wegen dieser Trennung verstoßen hat, doch wir wussten, dass das passieren würde. Es war nicht möglich, dass jeder einzelne Fan unserem Weg folge würde, doch möglicherweise bringt uns der Neuanfang ja auch wieder viele neue Fans.

Hast du denn eine Vorstellung davon, was die Fans von der neuen Auflage von Nightwish erwarten?
Hm, da müsstest du wiederum unsere Fans fragen. Aber im Grunde genommen sind Heavy-Metal-Fans sehr loyal, und ich hoffe, dass sie uns daher auch eine Chance geben werden. Daher appelliere ich auch an sie, sich das nächste Album aufmerksam anzuhören und erst dann zu urteilen, ob wir das richtige gemacht haben.

Ich bin sehr optimistisch, was eure Zukunft angeht, wobei ich aber auch alles an dieser Band liebe. Aus diesem Grund hoffe ich persönlich auf ein grandioses Comeback, selbst wenn die Voraussetzungen momentan noch nicht ganz so optimal erscheinen.
Glaube mir, und das kannst du auch genau so schreiben: Wir werden auf unserem nächsten Album wie auch sonst unser allerbestes geben, darauf kannst du wetten. Ich bin sehr zufrieden mit dem neuen Songmaterial, und das gilt auch für den Rest der Band. Es sieht wirklich ziemlich gut aus!!

Eure Fans haben in den letzten Monaten viel durchstehen müssen. Daher möchte ich dir zum Ende noch mal Gelegenheit dazu geben, deine Worte an sie zu richten:
Ich möchte einfach nur sagen, dass die Zukunft für uns sehr, sehr viel versprechend aussieht. Ich habe mich seit Jahren nicht mehr so befreit gefühlt und hoffe einfach nur, dass so viele wie möglich uns weiterhin ihre Unterstützung oder zumindest eine Chance geben werden. Wir werden unser bestes geben, um keinen von euch zu enttäuschen!

added by Lonnie on 13.05.06article also available in:  | printer friendly version

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