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[Original] metal-inside.de: Nightwish - Century Child (2002-07-01) - Reviews

Quelle: metal-inside.de
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Nightwish hier, Nightwish da. Fast schon nervig, wenn in fast jedem Gespräch um Metal in den letzten Jahren irgendwann dieser Name fiel. Und eigentlich ist schon recht seltsam dass diese Art Musik so vielen Menschen zugesagt hat, denn so richtig angenehm zu hören fand ich die teils arg pathetischen Songs auf Dauer nicht. Nunja, genau dieser eventuellen Kritik haben sie definitiv den Wind aus den Segeln genommen, denn auch wenn sie immer noch die Bombastschiene fahren so sind die Songs moderner aber vor allem auch härter geworden. Die Härte resultiert aus teilweise simplen Riffs in glasklarer Produktion die die Songs meist mit sehr eingängigen Parts ausstattet. Das Keyboard wird erneut eingesetzt um diese herzerweichenden Melodien zu kreieren und der Gesang von Frau Turunen ist wieder über jeden Zweifel erhaben und in höchstem Maße angenehm zu hören. Was dagegen meiner Meinung nach so nicht sein musste, ist die Tatsache dass der Neuling Hietala am Bass seine Stimme zu Besten geben muss. Selbiger weist weder das Volumen noch die Brillanz oder Flexibilität von Turunens Stimme auf und wirkt grade im direkten Vergleich („The Phantom Of The Opera“) schwach. Unglaublich positiv dagegen fällt das kreative Potential der Finnen auf, die es geschafft haben ein sehr abwechslungsreiches Album einzuspielen, und in jedem Bereich voll zu Überzeugen. Sei es der superbe Opener „Bless The Child“, das phasenweise sehr harte „Slaying The Dreamer“, die Webber Adaption des „The Phantom Of The Opera“ (mit angesprochenem Manko) oder das über 10 minütige Mammutstück „Beauty Of The Beast“. „Ocean Soul“ gefällt mir neben dem Opener vom Gesamteindruck auf „Century Child“ am besten, der Gesang lässt einen dahinschmelzen und der Aufbau des Songs erzeugt eine herrliche Spannung, die lockere Erhabenheit beim Spielen eines solchen Songs die man ihnen anmerkt, muss ihnen erst mal jemand nachmachen. Die Ballade „Forever Yours“ ist, gehässig formuliert, musikalisch zwar nur in etwa so wertvoll wie Celine Dion, insgesamt fügt sie sich aber in ein annähernd perfektes Gesamtbild ein, dass die Sängerin hier abgibt. Ganz klar zielen sie mit dem Schritt in Richtung besserer Hörbarkeit auf eine noch größerer Käuferschar. Ihr gutes Recht, und so langsam werde auch ich neidlos anerkennen, dass Nightwish etwas sehr Besonderes sind. Amen.

added by Lonnie on 17.07.06article also available in:  | printer friendly version

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